
Praktikumsbericht von Juliane
8.3.-30.4.2010 in Świebodzice (Polen)
Mein Name ist Juliane Hanke. Ich bin 21 Jahre alt. Im Jahr 2007 habe ich mein Abitur am CJD Droyßig bestanden. Im selben Jahr habe ich ein Bauingenieur-Studium an der HTWK Leipzig begonnen. Dieses habe ich im vierten Semester aus verschiedenen Gründen abgebrochen. Danach habe ich im August 2009 eine Ausbildung zur Raumausstatterin in Leipzig angefangen, wurde aber leider zum Ende der Probezeit gekündigt.
Das Praktikum
Ich habe das Praktikum in Polen am Gimnazjum Nr. 2 mit angeschlossener Grundschule in Świebodzice durchgeführt. Dort habe ich täglich etwa 5 Stunden gearbeitet. An dieser Schule gab es 3 Lehrerinnen, mit denen ich mich auf Deutsch verständigen konnte und 2 weitere Lehrerinnen, die Englisch gesprochen haben. Somit habe ich auch mein Englisch etwas verbessern können. Zu meinen Hauptaufgaben gehörte das Sprechen der deutschen Sprache in perfektem Deutsch beim Vorlesen von Texten und Führen von Gesprächen mit den Schülern. Gegen Ende meines Polenaufenthalts habe ich auch selbstständig Unterrichtsstunden in den dritten Klassen des Gimnazjums gehalten. Dabei ging es hauptsächlich um die Vorbereitung aufs Examen.
Das Schulsystem
Das polnische Schulsystem unterscheidet sich nicht viel vom deutschen Schulsystem. Die polnischen Schüler gehen 6 Jahre in die Grundschule, dann gemeinsam 3 Jahre aufs Gymnasium (pol. Gimnazjum) und danach 3 Jahre auf verschiedene Oberschulen (pol. Liceum). Somit beträgt die Gesamtschulzeit bis zum Abitur wie in Deutschland 12 Jahre. Am Gimnazjum Nr. 2 ist Deutsch als Fremdsprache Pflicht. Es gibt aber die Möglichkeit Deutsch als eine Art Arbeitsgemeinschaft bereits in der angeschlossenen Grundschule ab der vierten Klasse zu lernen. Die Lehrer an der Schule waren alle sehr nett, wobei mir positiv aufgefallen ist, dass der Altersdurchschnitt im Lehrerzimmer wesentlich niedriger war als ich ihn von meinem Gymnasium damals gewohnt war.
Rahmenprogramm
Unsere Unterkunft war die Pension Galery in Świebodzice.Hier wohnten wir in kleinen Zimmern im Kellerbereich. Im Hinblick auf die Übernachtungskosten war die Unterkunft akzeptabel. Nachteilig bleibt anzumerken, dass wir keine Kochmöglichkeit hatten und somit mehrmals in der Woche im Restaurant essen gehen mussten. Dies führte zu höheren Nebenkosten seitens der Teilnehmer für das Praktikum. Positiv waren die verschiedenen Ausflüge, bei denen wir die Region und die polnischen Partner besser kennen lernen konnten. Als Gruppe haben wir Ausflüge nach Breslau und Świdnica sowie zum Fürstensteinschloss unternommen. Zusätzlich konnte ich gemeinsam mit der Familie der stellvertretenden Direktorin des Gimnazjums Legnica besichtigen. Diese Stadt war für mich besonders interessant, da ein Teil meiner Familie aus dieser Region stammt. Desweiteren hatten wir vor Ort einen Sprachkurs, in dem wir die wichtigsten Sachen für den täglichen Gebrauch gelernt haben. So fiel es uns leichter uns z.B. beim Einkauf zu verständigen. In der Regel sollte dieser Sprachkurs zweimal in der Woche stattfinden, aber durch nicht vorhersehbare Ereignisse hatten wir in den ganzen 8 Wochen leider nur 6 Unterrichtsstunden.
Ergebnisse des 8-wöchigen Praktikums
In den 8 Wochen konnte ich die polnische Mentalität kennen lernen und habe festgestellt, dass es Unterschiede in der Lebensqualität und in der Auffassung zur Pünktlichkeit bzw. Arbeitseinstellung gibt. Beispielsweise haben wir beim Praktikum mehrfach auf die polnischen Teilnehmer warten müssen. Dies betraf sowohl Unterrichtszeiten als auch Aktivitäten in der Freizeit. Aufgrund der unterschiedlichen Auffassungen bzw. Arbeitsweisen mussten gemeinsam geplante Aktivitäten leider teilweise entfallen oder neu organisiert werden. Zwischenmenschlich konnten wir gute Kontakte mit den polnischen Partnern herstellen, welche auch zukünftig aufrecht erhalten werden sollen.
Meine Kontaktpersonen in Polen waren Marzena Korona-Kruk, als Organisatorin des Praktikums auf polnischer Seite und Renata Kaczmarek, welche stellvertretende Direktorin am Gimnazjum ist und in deren Unterricht ich tätig sein konnte. Für deren Unterstützung und Hilfe möchte ich mich an dieser Stelle nochmals recht herzlich bedanken.
Die gewonnenen Erfahrungen im Umgang mit einer völlig fremden Kultur sind für meine weitere berufliche Entwicklung sehr wertvoll. Der Aufenthalt in Polen hat bei mir das Interesse für zukünftige Auslandspraktika bzw. längere Aufenthalte im Ausland geweckt. Die gewonnenen Kontakte mit den polnischen Partnern würde ich gern in den nächsten Jahren vertiefen. Beispielsweise könnte ich mir ein Auslandspraktikum im Zusammenhang mit dem angestrebten Studium der Wirtschaftswissenschaften vorstellen.
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Praktikumsbericht von Sandra
8.3.-30.4.2010 in Świebodzice (Polen)
Unterkunft:
Wir waren untergebracht in einer Pension namens Galery 2000. Dies befand sich in Ciernie.
Die Pension war sehr anspruchsvoll und an jägerliche Art angehaucht. Von der Galery aus konnte man die Stadt Swiebodzice durch einen Fußmarsch erreichen. In der Hinsicht auf die Zukunft zu sichern ist gegeben man kann sich dort eventuell Träume erfüllen lassen, das heißt man kann eine Festanstellung bekommen.
Das Praktimum:
Wir waren dort ganze 54 Tage (sprich 8 Wochen) in diesem Praktikumprojekt verwickelt. Die Aufgaben bestanden darin, dass die jeweiligen Ausbildungsgebiete, die die Teilnehmer mitbrachten dort umsetzten konnten, das heißt, ich lernte den Ausbildungsberuf Hauswirtschafterin, und war im Hotel als Zimmermädchen eingeteilt.
Aufgaben während des Praktikums:
Tischwäsche mangeln, Platzdeckchen reinigen, Hotelbereich / Gastronomie reinigen, Treppengang wischen, Kellergänge wischen, Zimmer in Ordnung bringen (Betten beziehen, Sanitärbereich reinigen...), Wäsche bügeln, Service: Teller zu Tisch bringen, Gäste bedienen, Bestellung aufnehmen, in der Küche: kochen, Schälarbeiten, Aufwaschen tätigen. Da ich Hauswirtschaft gelernt habe, waren einige Tätigkeiten nicht neu für mich. Was ich noch nicht kannte, war das Service und die Betten machen. Den Rest habe ich bereits in anderen Praktika ausgeübt und in der Lehre gelernt.
Erworbene Kenntnisse:
Am Anfang mussten wir uns durch Hand und Fuß verständigen. Anbei stand uns ein Sprachkurs zur Verfügung, dieser wurde geleitet von unserer Betreuerin Marzena Korona-Kruk. Die Betreuung, die Frau Marzena Korona-Kruk übernommen hat, war sehr gut. Sie war immer für unsere Probleme da und hatte ein offenes Ohr für uns.Der Arbeitsumfang war für mich nur befriedigend, da ich schon einige Arbeitsprozesse kannte, war es nur im Handumdrehen erledigt und mit einer enormen Gelassenheit ausgeführt.Ich hatte gedacht, ein Zimmermädchen arbeitet unter Zeitdruck, aber das war dort nicht wirklich gegeben. Die Mitarbeiter hatten so eine relaxte Art an sich, das kenne ich so nicht. Darum bin ich auch ein wenig erschrocken, wie die Arbeitsverhältnisse hier sind. Ich bin es gewohnt mit der Zeit zu arbeiten und unter Stress. Zumal wir zu dritt in einem Zimmer waren (2 Praktikanten + Arbeitskraft) ging es gelassen zu. In den Einsatzbereich Küche habe ich mich nicht so wohl gefühlt, da ich bloß für einfache Tätigkeiten eingesetzt wurde. Das Verhältnis zu den Kollegen an sich war sehr freundlich und ein vertrauenswürdiger Umgang.
Soziales Umfeld:
Die Menschen in Polen sind sehr aufgeschlossen und freundlich. Es gibt aber auch Ausnahmen, manche sind in den Geschäften unfreundlich und einige aufdringlich. Die Qualität der Unterkunft war gut, die Zimmer waren in Ordnung, nur kleine Mängel, aber da kann man drüber weg sehen. Es gab Unternehmungsmöglichkeiten, die man in Anspruch nehmen konnte, zum Beispiel bot es sich an in der Schwimmhalle zu gehen, die entweder zu Fuß oder per Bus zu erreichen war. Es gab Wandermöglichkeiten im Umland von Swiebodzice. Für Feuerwehrinteressierte gab es auch ein Ausflug zur Berufsfeuerwehr in Swiebodzice. Man konnte auch regelmäßig zur Stadt gelangen um einzukaufen, ein Bummel ist es wert Ansichtskarten zu kaufen und andere schöne Dinge. Die Ausflugsumsetzungen waren sehr kompakt. Besucht haben wir das Schloss Zamek Kiasz, Palmenhaus, die Großstadt Breslau, Panorama, Katholische Kathedralen und vieles mehr. Die Gruppendynamik ist gewachsen, es sind Freundschaften entstanden. Nach meiner Sicht reichen die 8 Wochen vollkommen aus, es hätte auch 1 Monat für mich gereicht, aus dem Grund, weil ich die Arbeitsprozesse schon kannte. Ich bin in der Hoffnung nach Polen gefahren, etwas völlig neues kennen lerne in dem Bereich Zimmermädchen, aber es war nicht der Fall.
Was mir das Praktikum an sich gebracht hat, ist die Sprache und der Umgang mit fremden Menschen und um die Grenze zu überschreiten das eigene Heimatland zu vermissen um damit umzugehen.Es ist sinnvoll, in einem anderen völlig fremden Land dieses Praktikum zu absolvieren, denn es ist erstrebenswert die Grenze zu überschreiten, indem man seine eigenen Erfahrungen macht und die Selbstständigkeit festigt. Im Berufsleben und Bewerbungsgespräch macht sich dies bemerkbar.
Ich mache ab dem 09.08.2010 eine weitere Ausbildung als Diätassistentin in Leipzig. Nach diesen 3 Lehrjahren kann man sich selbstständig machen und dies muss nicht unbedingt in Deutschland sein. Dies kann man zum
Beispiel auch in Polen machen, weil Sprachkenntnisse da sind.
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